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Grunderwerbsteuer: Erneut Steuersatzanhebung

Beim Erwerb einer Immobilie fällt zwar keine Umsatzsteuer an, dafür aber Grunderwerbsteuer. Der Grunderwerb-
steuersatz kann von den einzelnen Bundesländern autonom festgelegt werden. Beschlossen ist eine Erhöhung des Grunderwerbsteuersatzes zum 1.1.2015 im Saarland von derzeit 5,5 % auf dann 6,5 %. Daneben ist auch in Nordrhein-Westfalen zum 1.1.2015 eine Erhöhung von derzeit 5 % auf dann 6,5 % geplant.

 
Die ab dem 1.1.2015 geltenden Grunderwerbsteuersätze stellen sich wie folgt dar:

Baden-Württemberg 5 % Niedersachsen 5 % (seit 1.1.2014)
Bayern 3,5 % Nordrhein-Westfalen

5 %, geplant 6,5 %

ab 1.1.2015

Berlin 6 % (seit 1.1.2014) Rheinland-Pfalz 5 %
Brandenburg 5 % Saarland 5,5 %, 6,5 % ab 1.1.2015
Bremen 5 % (seit 1.1.2014) Sachsen 3,5 %
Hamburg 4,5 % Sachsen-Anhalt 5 %
Hessen 6 % (seit 1.8.2014) Schleswig-Holstein 6,5 % (seit 1.1.2014)
Mecklenburg-Vorpommern 5 % Thüringen 5 %

 

Käufe ab dem Inkrafttreten der vorgesehenen Erhöhung am 1.1.2015 werden mit dem erhöhten Steuersatz besteuert. Bei einem Kaufpreis von z.B. 300 000 € führt die Erhöhung immerhin zu einer Mehrbelastung von 3 000 € (1 %-Punkte) bzw. 4 500 € (1,5 %-Punkte). Die Grunderwerbsteuer entsteht grundsätzlich bereits mit dem Abschluss des rechts-
wirksamen und notariell beurkundeten Kaufvertrags. Die Übergabe des Grundstücks, die Grundbuchumschreibung und die Kaufpreiszahlung haben keinen Einfluss auf die Entstehung der Steuer. Auch im Hinblick auf den anstehenden Stichtag 1.1.2015 ist also der Abschluss des notariellen Kaufvertrags maßgebend.

 
Handlungsempfehlung:
Wegen der nun hohen Steuersätze sollte darauf geachtet werden, dass Kaufpreisbestandteile, welche nicht auf die Immobilie selbst, sondern z.B. auf Inventar, Möbel oder eine Einbauküche entfallen, aus dem Kaufpreis herausgerechnet und im Kaufvertrag separat ausgewiesen werden. Hierauf fällt keine Grunderwerbsteuer an.

 

Hinweis:
Wird mit der Immobilie eine auf dessen Dach befindliche Photovoltaikanlage mitveräußert, so unterliegt diese ebenfalls nicht der Grunderwerbsteuer. In einem solchen Fall ist zu prüfen, ob die Veräußerung der Photovoltaikanlage der Umsatzsteuer unterliegt. Oftmals wird das nicht der Fall sein, da eine Geschäftsveräußerung im Ganzen vorliegt. Dies ist unter Hinzuziehung steuerlichen Rats für den Einzelfall zu prüfen.

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